Amazonas

In Südamerika liegt der größte Urwald unserer Erde. Der Amazons ist Heimat indigener Völker und beherbergt eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt.

Der aus den Quellen der Anden entspringende Rio Amazonas durchzieht mit seinen vielen Ästen den Urwald. Von oben betrachtet sieht die rund 7000 Kilometer lange Wasserlinie des Amazonasflusses aus wie eine gewaltige, gelbe Schlange, die im tiefen Grün des Regenwaldes liegt.

Der Amazonas erstreckt sich über Brasilien und die angrenzenden Länder, wie Kolumbien oder Peru. Der Regenwald bedeckt 6,7 Millionen Quadratkilometer Fläche und ist damit rund anderthalb Mal so groß wie Europa.

  ©Markus Mauthe/Greenpeace Die Enawene Nawe im Amazonas bauen Maniok und Mais an und sammeln Waldfrüchte. Sie jagen nicht und essen kein Fleisch.

©Markus Mauthe/Greenpeace Die Enawene Nawe im Amazonas bauen Maniok und Mais an und sammeln Waldfrüchte. Sie jagen nicht und essen kein Fleisch.

Hier leben viele unterschiedliche Tiere, wie Rochen, Seezungen oder Flussdelphine. Der Regenwald selbst ist Heimat für eine artenreiche Tier – und Pflanzenwelt und indigene Völker.

Verschiedene Faktoren bedrohen das Ökosystem Amazonas: Die oft über hundert Jahre alten Bäume müssen beispielsweise für den Anbau von Soja oder auch Palmölpflanzen weichen. Palmöl wird vor allem für Biokraftstoff angebaut; es findet sich auch in Cremes oder Shampoos.

Auch die zunehmende Erderwärmung gefährdet das Leben im Regenwald. Es fällt weniger Niederschlag und die Flüsse und Böden des Urwaldes vertrocknen. Das ganze System Amazonas droht unter den steigenden Temperaturen zusammenzubrechen.


Durch die Dürre, Abholzung der Bäume und Verbrennen von Waldlfächen setzt sich ein Teufelskreis in Gang: Der Amazonas ist ein gigantischer Kohlenstoffspeicher. Etwa 120 Millionen Tonnen Kohlenstoff befindet sich in den Böden und Bäumen des Amazonas. Er wird durch das Abbrennen oder Abholzen der Urwaldbäume als Treibhausgas Kohlendioxid frei und verstärkt die globale Erwärmung.