Grönland

Grönland besteht zu über 80 Prozent aus Eis. Die größte Insel der Welt schmilzt unter der Erderwärmung:

Im Grönlandeis haben sich bereits Risse gebildet, durch die Schmelzwasser unter die kilometerdicken Gletscher fließt. In der Tiefe wirkt das Wasser dann wie eine Schmierschicht: Die Eisberge Grönlands rutschen ins Meer und schmelzen dort.

Die Geschwindigkeit der Gletscher hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt oder gar verdreifacht. Jeder Eisberg, der von ihnen abbricht und ins Wasser fällt, lässt den Meeresspiegel sofort ansteigen. Einige Gletscher schrumpfen am Tag um 30 Meter. Früher waren es 50 Meter pro Jahr.

Eisberge vor Grönland. Am Rande der Eisberge sind Schmelzlinien zu erkennen, die aus unterschiedliche Gezeiten und dem wechselnde Gewicht des Eisberges resultieren. Foto copyrightgeschützt © Nick Cobbing / Greenpeace
Eisberge vor Grönland. Am Rande der Eisberge sind Schmelzlinien zu erkennen, die aus unterschiedliche Gezeiten und dem wechselnde Gewicht des Eisberges resultieren. Foto copyrightgeschützt © Nick Cobbing / Greenpeace

Das weiße Grönlandeis reflektiert die Sonnenstrahlen. Doch Rußpartikel der Industrieländer, die durch den Wind auch in die Arktis getragen werden, legen sich wie ein Grauschleier auf das Eis. Dadurch werden die Sonnenstrahlen absorbiert und die Schmelze des Eises verstärkt.