Ishan Tankhar ist ein junger Fotograf aus Indien. Er lebt in Delhi, einem chaotischen Ort. In Delhi nimmt die Hitze seit Jahren zu, der kühlende und Regen bringende Sommermonsun hingegen kommt immer später. Im Greenpeace-Video berichtet Tankhar aus seiner Stadt:
Die Erderwärmung bringt den Monsun aus dem Rhythmus.
Der Monsun tritt in den Sommer- und Wintermonaten auf. Ein komplexes Zusammenspiel aus Temperatur- und Luftdruck-Unterschieden von Land und Meer gibt den Rhythmus und die Stärke des Monsuns vor.
Im Sommer steigt feuchte Luft vom erhitzten pazifischen und indischen Meer auf und zieht dann auf das kalte, schneebedeckte Hochgebirge des Himalaya zu.
Auf seinem Weg dorthin lässt der Wind seinen Regen auf das angrenzende Festland in Indien und China niederprasseln.
Rund 2 Milliarden Menschen in China und Indien sind vom Monsunregen abhängig. Er bewässert in den Sommermonaten kontinuierlich Reis- und Gemüsefelder und dient vielen Menschen als Trinkwasser.
Die Erderwärmung bringt das hoch sensible System von Temperatur- und Druckunterschieden, das den Monsun reguliert, durcheinander:
Die Meere erhitzen sich aufgrund der Erderwärmung stärker, geben mehr Feuchtigkeit ab, der Monsun gewinnt an Kraft und das bedeutet extremen Niederschlag: Überschwemmungen zerstören die Felder, Häuser und Infrastruktur. Keime breiten sich im stehenden Wasser innerhalb von Stunden aus und infizieren die Menschen mit Krankheiten wie Cholera.
Das andere Extrem der Erderwärmung ist das komplette Ausbleiben des Sommermonsuns. Das bedeutet wiederum Dürre, Armut, Hunger und Trinkwassermangel.










