Gletscher

Schneemangel im Winter und heiße Monate im Frühling und Sommer sowie Starkregenfälle lassen das ewige Eis der Gletscher schmelzen – ob in den Hochgebirgen der Alpen oder auf dem Dach der Welt, der Eislandschaft des Himalaja-Gebirges. Die Folgen der Gletscherschmelze sind heute schon sichtbar: Erdrutsche, Trinkwassermangel und Dürren.

Alpen

Deutschland - Gletschervergleich. Gletscherschmelze  auf der Zugspitze. Foto copyrightgeschützt Gesellschaft für ökologische Forschung
Deutschland – Gletschervergleich. Gletscherschmelze auf der Zugspitze. Obere Aufnahme um 1910, unten 2003.

Seit Beginn der Industrialisierung bis Mitte der 1970er Jahre verloren die Alpengletscher im Durchschnitt etwa ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihres Volumens. Seitdem sind weitere 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens abgeschmolzen. Überschwemmungen, und plötzlich abgehende Lawinen aus Schlamm und Geröll begraben bereits Dörfer und Straßen der Regionen.

Himalaya
Das 6000 Meter hohe Himalaya-Gebirge ist nach den Erdpol-Eiskappen die größte Eislandschaft der Erde. Die Gletscher speisen in den wärmeren Monaten viele Flüsse, wie den Mekong oder den Ganges mit frischem Wasser. Millionen von Menschen in den Ländern Nepal, Bhutan, Indien, Pakistan und China leben von dem Wasser der Gletscher.
Gerade in den warmen Sommermonaten steigen die Flüsse aus der Himalaya-Region unter den schnell schmelzenden Gletschern oft kurzfristig an und überfluten die angrenzenden Felder und Dörfer.
Langfristig bewirkt die Erderwärmung aber Dürre. Vor allem in China und Indien ist die Wasserversorgung von Millionen von Menschen gefährdet, wenn die Gletscher im Himalaya-Gebirge weiter so schnell schmelzen wie bisher.

Schon heute trocknen Seen in einigen Regionen Chinas zusehends aus, wie der Gelbe Fluss, der mit seinen fünfeinhalbtausend Kilometern einer der längsten Flüsse der Erde ist.
Bis zum Ende des Jahrhunderts rechnet man allein aus China mit 75 Millionen Klimaflüchtlingen.