Pazifik

Ulamila ist Journalistin, und arbeitet seit 20 Jahren auf den Fidschi- und Cook-Inseln. Sie ist Interimskoordinatorin des pazifischen WAVE-Mediennetzwerks (Women Advancing a Vision of Empowerment) und leitet dessen Klimawandel-Team. Ulamila lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern am Vaimaanga-Strand in Rarotonga.

Im Jahr 2005 wurden die Cook-Inseln innerhalb weniger Wochen von fünf Wirbelstürmen heimgesucht. Unzählige Gebäude wurden zerstört, Pflanzen und Ernte hinwegschwemmt. Übrig blieben jede Menge Schutt und Geröll. Inselbewohner und Hilfstruppen der Regierung schufteten wochenlang, um die gröbsten Schäden zu beseitigen.

“Zunehmende Sturmfluten, ausgehöhlte und zerklüftete Küsten, stärkere und häufigere Wirbelstürme und ausgetrocknete Flussbetten beeinträchtigen unser tägliches Leben. Und erschweren zudem das Zusammenleben unter den Inselbewohnern”, erzählt Ulamila.

“Meine Geschichte ist nur eine von Millionen nicht erzählter Geschichten der pazifischen Inseln. Der traurigste Aspekt ist, dass wir unschuldig an dieser vom Menschen verursachten Katastrophe sind. Gleichzeitig aber sind wir diejenigen, die den höchsten Preis bezahlen. Der Gipfel von Kopenhagen steht vor der Tür, und es ist kein positives Ergebnis in Sicht. Deshalb versuche ich, der Welt unsere Geschichten zu erzählen, um die Regierungschefs dazu zu bringen, dass sie unsere Inseln retten.”

Tuakan Neiao

Tuakan hat zehn Kinder und arbeitet für eine Frauenvereinigung. Sie lebt auf der kleinen pazifischen Insel Nassau, deren gesamte Fläche nur wenige Meter oberhalb des Meeresspiegels liegt. Tuakan erzählt von den klimatischen Veränderungen, mit denen die Menschen der Insel leben müssen.